Hallo meine Liebe.

Sicherlich hast du auch schon deine Erfahrung mit der Pille gemacht. Bereits im Jugendalter verschreibt dir deine Frauenärztin ohne Probleme die Pille, mal eben so. Ganz egal ob es da um das Hautbild oder die Verhütung geht, die Pille ist bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt und sehr beliebt beim weiblichen Geschlecht. Bei den Männern scheint Sie auch gern gesehen zu sein, wie einfach und praktisch das Leben doch sein kann.

Der „Mann“ muss sich nicht kümmern, die „Frau“ macht schon.

Wer kennt die Packungsbeilage? Hand aufs Herz, wer hat sich schon mal intensiv mit den Nebenwirkungen befasst?

Ganz ehrlich, kaum Jemand.

Warum auch? 21 Tage nehmen, 7  Tage Pause. Blutung kommt. Fertig. Der ganz klare Horror jeder Frau ist: bloß nicht zu vergessen die Pille zu schlucken.

Viele Damen wissen, dass bei Durchfall und Brechen kein Schutz besteht. Das ist meistens klar. Wird aber auch gern ignoriert.

Was aber steckt hinter dem kleinen Pillchen, was macht Sie genau in deinem Körper, was sagt Sie deinem Kopf?

Wie funktioniert die Pille?

Die Idee zur Pille ist alt: Schon 1919 hatte sie der Österreicher Ludwig Haberlandt formuliert, seinerzeit einer der führenden Hormonforscher weltweit. Und er verdeutlichte sie an einem einfachen Beispiel:

Wenn man nicht will, dass ein Fuhrwerk zu einem Parkplatz vordringt, der bereits belegt ist, dann versperrt man ihm den Weg.

Genauso, war er sich sicher, müsse es im Körper einer schwangeren Frau ablaufen: Hormone würden sich den Eizellen und Spermien zwar nicht in den Weg stellen, aber dafür sorgen, dass der Weg in die Gebärmutter unpassierbar ist.

Zur gleichen Zeit etwa hatten englische und französische Forscher Fortschritte bei der Analyse der Geschlechtshormone gemacht und herausgefunden, dass Hormone aus dem sogenannten Gelbkörper den Schleim auf dem Weg zur Gebärmutter verhärten und weitere Eisprünge und Schwangerschaften verhindern.

Haberlandt dachte weiter: Wenn man einer Frau nun derartige Hormone zuführen würde, könnte man damit eine sichere Empfängnisverhütung erreichen. Die Zeit war aber noch nicht reif für die Umsetzung dieser Idee.

Der Professor wurde heftig angegriffen, Verbrechen gegen ungeborenes Leben warf man ihm vor. Auch der Wissenschaft fehlten noch Erkenntnisse – darüber, wie man diese Hormone synthetisieren, also künstlich herstellen könnte.

Die Idee lag auf Eis und wurde erst in den 1950er Jahren neu belebt. Den entscheidenden Anstoß gaben zwei amerikanische Frauen: die Amerikanerin Margaret Sanger, eine Vorkämpferin für Geburtenkontrolle, und die Millionärin Katherine McCormick. Sie beauftragten den befreundeten Biochemiker Gregory Pincus ein empfängnisverhütendes Mittel zu entwickeln.

Für die Finanzierung sorgten sie. Nach Tests an puertoricanischen Frauen kam die Pille 1957 auf den amerikanischen Markt, 1961 „Anovlar“ auf den deutschen. Sie wurde zunächst als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden verkauft – die empfängnisverhütende Wirkung wurde nur als Nebenwirkung auf dem Beipackzettel aufgeführt.

Hormone täuschen eine Schwangerschaft vor…

Der weibliche Körper stellt selbst die beiden Hormone Östrogen und Gestagen her. Geringe Mengen an Östrogen fördern die Eireifung und den Eisprung und damit die Empfängnisbereitschaft. Ist eine Frau schwanger, dann produziert der Körper viel zu viele Östrogene, die die Eireifung verhindern. Der Embryo kann so in aller Ruhe heranwachsen. Die Gestagene schützen diesen zusätzlich.

Zu viele Gestagene verdicken den Schleim im Muttermund und machen damit den Weg zur Gebärmutter für Spermien und Eizellen unpassierbar. Die Pille macht sich diese Effekte zunutze. Mit ihr nimmt die Frau einen Überschuss an Östrogen und Gestagen zu sich.

Die Pille täuscht dem Körper damit eine Schwangerschaft vor – jeden Monat 21 Tage lang.

Wenn der Körper in der Pillenpause keine Hormone bekommt, kann er den festen Gebärmutterschleim nicht halten. Nur deshalb setzt die Blutung ein. Fachleute nennen das „Pseudomenstruation“ – ein historisch bedingter Begriff.

Die Entwickler der Pille vermuteten, dass die Frauen ein Verhütungsmittel, das keine oder nur seltene Blutungen auslöst, als unnatürlich empfänden. Also ahmten sie durch die siebentätige Pillenpause die Natur nach, nicht länger. Danach muss der Weg zur Gebärmutter wieder versperrt werden. Sonst nimmt eine befruchtete Eizelle dort wirklich ihren Platz ein.

(Quelle: Katharina Beckmann)

 

Hier noch ein paar allgemeine Nebenwirkungen:

Zu den häufigsten Risiken und Nebenwirkungen der Pille zählen Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Zwischenblutungen, Stimmungsschwankungen, ein erhöhtes Thromboserisiko und ein erhöhtes Risiko hinsichtlich bestimmter Krebsarten sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten. Allerdings stellen viele Frauen zahlreiche weitere Nebenwirkungen fest, welche nicht eindeutig mit dem Einnehmen der Pille in Verbindung gebracht werden können, aber in Verdacht stehen, dadurch ausgelöst worden zu sein. Bei einigen Frauen können die Östrogene des Pillenpräparats bewirken, dass Wasser ins Körpergewebe eingelagert wird. Dadurch könne eine Zunahme an Gewicht erfolgen. Forscher der Universitätsklinik Karolinska in Stockholm haben zudem herausgefunden, dass sich die Pille auch steigernd auf das Hungergefühl auswirken kann.

In den Beipackzetteln verschiedener Pillensorten wird sexuelle Unlust teilweise unter den Nebenwirkungen aufgeführt, die gelegentlich auftreten. In einigen Fällen wird diese auch bei den häufig auftretenden Beschwerden angegeben. Es existieren einige Studien, die nachweisen, dass die Antibabypille zu einer sexuellen Lustlosigkeit führt.

Viele Frauen bemerken dabei den Libidoverlust durch die Pille nicht, da das Schlucken der Pille oft bereits sehr früh im Teenageralter erfolgt.

In diesem Alter ist die Libido noch nicht vollständig entwickelt. Viele kennen ihren Eisprung nicht und auch nicht die sexuelle Lust, die oftmals kurz vor dem Eisprung auftritt. Erst durch die Beendigung der Hormoneinnahme, wie z. B. Östrogen und Gestagene, könne sich die Konzentration des männlichen Sexualhormons Testosteron und damit der Hormonspiegel normalisieren. Testosteron sei dabei verantwortlich für die sexuelle Unlust. Allerdings wurde in dieser Studie mit 125 Frauen auch festgestellt, dass die Konzentration auch nach Beendigung der Pilleneinnahme erhöht war und dass dadurch die sexuelle Lust dauerhaft gestört sein könne.

Einer neuen Studie der Universität Aachen zufolge hat die Pille Auswirkungen auf die weibliche Psyche.

Untersucht wurde das Empathieverhalten von 73 Frauen aus 3 unterschiedlichen Gruppen: Frauen, die gerade die Pille nahmen, solche, die sich gerade in der Pillenpause befanden, und Frauen ohne hormonelle Verhütungsmittel. Das Ergebnis war eindeutig: Frauen, die das Hormonpräparat nahmen, konnten die Emotionen anderer schwerer wahrnehmen und zeigten weniger Mitgefühl als Frauen mit einem natürlichen Zyklus. Zudem lässt die tägliche Pilleneinnahme Frauen die eigenen Gefühle schwerer deuten und ausdrücken. Die Studie macht deutlich, dass die psychischen Nebenwirkungen der Pille weiter erforscht werden müssen. Viele Frauen berichten nach Beendigung der Einnahme hormoneller Kontrazeptiva, dass sie sich wieder mehr wie sie selbst fühlen. Die Ergebnisse der Studie können dafür eine Erklärung liefern.

Eine weitere, 2016 veröffentlichte wissenschaftliche Studie der Universität Kopenhagen hat aufgedeckt, dass die Pille das Risiko für Depressionen erhöhe.

In dieser Studie haben Forscher die Gesundheitsdaten von mehr als einer Million dänischer Frauen zwischen 15 und 34 Jahren untersucht. Diejenigen, die eine Kombinationspille als Verhütungsmittel einnahmen, hatten eine um 23 % höhere Wahrscheinlichkeit, als depressiv diagnostiziert zu werden und Antidepressiva verschrieben zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit lag sogar deutlich höher, wenn es sich um die Minipille mit dem Pillenbestandteil Gestagen (Gelbkörperhormon) oder um Heranwachsende zwischen 15 und 19 Jahren handelte. Auch andere Verhütungsmittel wie die Hormonspirale, das Hormonpflaster oder der Vaginalring können das Risiko steigern, an einer Depression zu erkranken.

Wissenschaftler des Karolinska-Instituts und der Stockholm School of Economics haben im März 2017 eine Studie über den Einfluss der Pille auf das Wohlbefinden der Frau veröffentlicht.

An der Studie haben 340 junge, gesunde Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren teilgenommen.

Die Auswertung hat ergeben, dass die Gruppe, die kein Hormonpräparat, sondern Placebo-Pillen eingenommen hatte, ihre Lebensqualität deutlich besser einstufte als die Frauen, die Hormone zu sich nahmen.

Und das sind nur einige der vielen Nebenwirkungen.

(Quelle: planet-wissen.de/ARD)

Ich selbst habe auch so meine Erfahrungen gesammelt. Es ist ein Teufelskreis für mich gewesen. Ich möchte hier niemanden belehren, aber mal ganz ehrlich, wie kann die Funktion der Pille keine Nebenwirkungen haben?

Nehmen wir mal das Beispiel der Regelblutung.

Während ich mit der Pilleneinnahme irgendwie so ne Art „schwaches“ Blut, eher flüssig und klar hatte, so erlebe ich es auf natürliche Weise als stark, fest und kräftig. Also das Blut fühlt sich an, als wenn es „meins“ wäre, nicht fremd. Mit Pille war es eher „künstlich“ und merkwürdig. Es gehörte einfach nicht zu mir.

Ich bin ehrlich gesagt jedes mal überrascht, Monat für Monat, wie krass der Unterschied ist. Das ist unglaublich. Weiblich. Intensiv. Ganz erschreckend zugleich.

Die „Natur“ hat uns damit gesegnet, dass wir Frauen Kinder auf die Welt bringen und dazu gehört nun mal auch die Regel, die Erdbeerwoche, der Indianer, das Bluten. Dazu kommen etliche Verhütungsmethoden die du anwenden kannst…

also gibt es nicht einmal eine Ausrede, dass es die Pille sein muss.

Was gleichermassen schlimm ist, sind die Hormonschwankungen.

Der weibliche Körper hat ein Hormonsystem- was in einer Balance ist. Alles was von Aussen „befremdlich“ ist und zugefügt wird, ist künstlich- ist nicht natürlich- bringt eine Auswirkung. Nichts passiert nicht ohne Grund. Das ist Fakt.

Ob sofort oder Jahre später, der Körper lässt es dich spüren.

Ob in Form von Haarausfall, Heißhunger, Depression, Müdigkeit, Schilddrüsen-Krankheit, Frust, Stimmungsschwankungen, Kopfweh oder anderen Schmerzen, alles kann, nichts muss. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit keine Erkrankungen zu erleiden, die Fakten und Studien zeigen eine andere Wahrheit. Ich selbst habe etliche Nebenwirkungen erlitten und kann ein Lied davon singen.

Kommen wir nun zum PCO- Syndrom. Wie im letzten Beitrag angekündigt (hier), habe ich das PCO- Syndrom von meiner Frauenärztin diagnostiziert bekommen. Allerdings sind etliche Anzeichen dafür Nahe zu verschwunden, es ist nur noch eine leichte „Kette“ des Syndroms zu sehen (auf dem Ultraschall).

Ich habe alle Hormone in Balance, kein erhöhtes Testosteron mehr und Östrogene sind auch in der Norm. Was aber viel erstaunlicher ist, das ich es ohne Pille geschafft habe. PCO bedeutet meist auch: das Ausbleiben der Regelblutung. Betroffene Frauen haben also überhaupt keinen Zyklus mehr.

Sprich dein Gehirn sendet an die Eierstöcke nicht das Signal „Eisprung“: es findet also keiner statt. Somit keine Blutung. Die Pille schickt dem Hirn die Anweisung. Dafür soll sie laut vieler Ärzte gut sein. Damit dieser Prozess bleibt- denn wer keine Blutung hat leidet auch an sehr vielen weiteren Problemen, auf die ich noch mal gesondert eingehe. Das würde hier den Rahmen sprengen.

Damals bin ich 4,5 Jahre ohne natürliche Regelblutung rum gelaufen. Es war unerträglich. Wenn ich es nicht mehr ausgehalten habe, so nahm ich die Pille. Dann hab ich sie wieder abgesetzt, weil ich sie nicht vertragen habe und auch nicht nehmen wollte. Mit der Hoffnung mein Körper schafft es auch ohne. Eine Spirale voller Zweifel, Ängste, Sorgen.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, als ich die Pille nahm, dass alle 2 Wochen meine Blutung kam. Schrecklich.

Das hält keine Frau lange aus. Mein Körper hat mir gezeigt: die Pille macht dich krank. Das ist noch blöder Sie zu nehmen, als keine Blutung zu haben.

Alles erschein mir zu viel.

Was also tun?

Ich habe mir geschworen: keine Pille mehr.

Und eine Frauenärztin suchen die mich dabei unterstützt. Es gibt kaum eine Frauenärztin, die nicht die Pille aufdrängt. Sorry, aber dass ist meine Meinung.

Meine Ärztin ist nun über 50 km von mir entfernt, aber sie war die Erste die das nicht als sinnvoll erachtete die Pille zu verschreiben. Sie hat mich angenommen. Sie wollte mir weder was verkaufen, noch was andrehen oder aufschwatzen.

Komischerweise kam zeitlich als ich bei ihr saß meine Regel zurück. Also sie konnte es bei der Untersuchung sehen.

Paar Tage später rief sie mich an und sagte ich habe alle Hormone in Ordnung sind und es ist nichts auffällig- die Blutung kam eine Woche später. Meinen Beitrag dazu findest du hier.

Nach 4,5 Jahren warten und beten, habe ich meine Blutung auf natürliche Weise zurück erhalten. Das ist nun ein Jahr her und seit dem kommt sie jeden Monat, und das ist wunderbar. Der Körper brauchte also seine Zeit, um sich zu erholen. Glaube mir…

Du siehst, die Pille ist eindeutig mit Vorsicht zu geniessen.

Ich kenne viele Frauen die keine schönen Erfahrungen gesammelt haben und habe mir selbst ganz klar geschworen: Finger weg. Ist giftig. Will ich nicht. Meine Angaben sind wie immer ohne Gewähr und meine Meinung.

Einen schönen Start in die neue Woche!

Marcela♥