Die „modere Frau“ hat es doch nicht satt?

 

 

„Ich kann nicht mehr. Ich bin satt.“

Diesen Gedanken hegen wir oft in dem Zusammenhang mit Essen.

Wir haben Hunger.

Wir essen.

Wir haben keinen Appetit.

Wir essen nicht weiter.

Oder aber wir sind nicht satt, aber auch nicht hungrig.

 

Jedoch stellt das Leben uns ja dann doch hin und wieder vor die Frage:

  

Bist du es satt? Oder hast du es satt?

 

Ja, dies kennen wir alle.

Dieses Gefühl von „mir reicht es“.

 

Irgendwas in deinem Leben läuft in eine verkehrte Bahn, ziellos daher.

Du bist aber mittendrin.

Denn mittendrin ist ja bekanntlich auch dabei.

Das Ruder ist in deiner Hand. Oder in deinen Händen.

 

Das „satt sein“ kann sich wie ein Spinnennetz durch dein Leben ziehen.

Dieses „satt sein“ kann in deinen Körper ganz stark einfließen und das Wetter in deinem Bauch verändern.

Leider auch vieles mehr (Angst, Hass, Krankheiten, Depression, Burn Out).

 

Bist du dir überhaupt im Klaren darüber das du dich selbst sehr verletzen kannst?

Ja du bist nun mal für dich verantwortlich, nur du allein.

Die Menschen aus deinem Umfeld sind nur der „Überbringer“.

Menschen, die du um Rat fragen kannst.

Menschen, die ihre Meinung und Erfahrung äußern.

Du bist der „Macher“ deines Lebens. Es ist ein Irrglaube immer zu behaupten die „anderen“ sind Schuld.

Du hast dich entscheiden so zu werden, wie du bist.

Oder wirst du Fremdgesteuert wie ein Roboter? Dann kannst du natürlich behaupten der Führer des Roboters ist Schuld das du so bist, das hast, was du bist. Das nur mal am Rande.

 

Schon seit Jahrzehnten steht die Frau im Fokus des der Emanzipation.

Des weiteren gibt es da diese typischen Vorstellungen über ihre, nennen wir es mal, „Talente“.

Eine Frau kann gut putzen, kochen, waschen, pflegen und hegen.

 

Stimmt das?

 

Frauen werden gerne mal als hysterisch, gestresst und theatralisch bezeichnet.

 

Woher kommt das?

 

„Ich hab es satt.“

Hast du den Spruch schon mal gehört?

 

Wahrscheinlich von deiner Mutter höchst persönlich. Oder von deiner Freundin. Oder du bist es selbst, die das denkt.

Denn gerade die Frau von heute hat es satt ständig alles Recht zu machen.

Kann sie es? Muss sie alles perfekt machen? Für wen oder was überhaupt?

 

Dann wären die Kinder, natürlich der Mann, die Familie, Freunde, Verwandte, Bekannte… usw.

Muss sie es den Menschen, am besten Jedermann, recht machen?

Einen „Full-Time“- Job besitzt die holde Dame à la Hausverwalterin, Köchin, Tierpflegerin, Eventmanagerin, Sekretärin, Putzfrau, gute Fee usw. in der Rolle der Hausfrau, oder Ehefrau, oder Freundin, oder Trostpflastergeberin und Chefin des Alltags (mit oder ohne Kind und Kegel).

Ich denke diesen Absatz könnte man sicherlich und tatsächlich in einer gewaltigen Länge fortführen…

 

Es gibt immer „Jemanden“ zu versorgen (Mann, Kind, Tier…) und zum Schluss auch die Frau selbst.

Ja was, Sie muss sich um sich selbst kümmern?

Es ist unglaublich. Was plötzlich alles relevant ist im Leben.

Ja die Frau damals, wie auch heute noch, hat es also wirklich mal satt?

Was hat Sie satt?

Vielleicht nicht täglich alles, vielleicht nicht immer dasselbe.

Aber sie hat es halt mal satt.

Meine Definition lautet:

Das Problem der meisten Frauen heutzutage ist nicht der „Alltagsstress“, sondern die Art und Weise wie sie damit umgehen und was sie viel zu persönlich nehmen.

 

Emotionen spielen hier die Hauptrolle. Herzlichen Glückwunsch.

Es geht wie in der Regel (in der Verbindung mit der  Frau) also um Gefühle.

Ganz abgesehen von den Dingen die so in den (freiwilligen)Alltag einfließen.

Egal für wen oder was Frauen es tun. Oder aber es im Wettbewerb mit anderen holden Damen empfinden.

Was hat Sie, was ich nicht habe? Warum hat Sie dies und das? Warum hab ich das nicht? Bin ich deswegen Schlecht? Muss ich nur weil Sie es hat, es auch selbst haben? Besitzen? Leisten?

Die Antwort: NÖ!!!

Was ein unnötiger Kampf, dieser ständige Vergleich der Frau heutzutage! Ist doch unpassend und doof!

Warum hat eine Frau „in“ und „mit“ ihrer Weiblichkeit gleichzeitig auch soviel zu verantworten?

Warum vergleicht sie sich denn nun ständig mit der Gesellschaft? Mit Anderen?

Vorrangig mit anderen Frauen?

Das sind alles persönliche Probleme.

Im nächsten Beitrag werde ich auf die persönlichen „vermeidlichen“ Probleme eingehen.

Das Leben ist nun mal komplex.

Die Dramatik liegt im Ursprung der Weiblichkeit.

Eine Frau gewinnt mit den Jahren immer mehr Aufgaben dazu. Es wird nicht weniger.

Lass mich dir mal erklären.

 

Wir erinnern uns zurück an die Zeit, als die Frau noch primär die Hausfrau war.

Diese gute Dame kümmerte sich also Tag ein und Tag aus, um Kind und Kegel.

Die Kinder wurden mittags liebevoll abgeholt, oder kamen nach Hause gelaufen und das Mittagessen stand unmittelbar warm auf dem Tisch.

Für die Kinder ging es nach Draußen spielen. Gemeinsam mit den Nachbarskindern und Freunden.

 

Die vorbildliche Hausfrau hatte den Haushalt, Einkauf, Garten, Ehemann und regelmäßigen Kaffeeklatsch mit den anderen Damen gut unter einen Hut bekommen.

 

Am Abend kam der gut gelaunte Ehemann nach Hause und freute sich auf das traditionell selbstgekochte Essen der Ehefrau und hat anschließend die Kinder bespielt (die passend nach Hause kamen, wenn die Laternen angingen).

 

Selbstverständlich hat das wohl erzogene Kind auch schon brav seine Hausaufgaben nach der Schule erledigt. Die kostbare gemeinsame Zeit wurde gemütlich Zuhause verbracht. Familienzeit, Dialoge, Brettspiele, zusammen sein.

Die zufriedene Hausfrau hatte alles im Griff und ging meistens überall zu Fuß hin oder fuhr mit dem Rad.

Sie hatte kein Handy. Auch keinen Laptop.

Sie hatte ein Haustelefon mit Schnur. Das war ein Jackpot.

Ab und zu kamen Termine, ab und zu gab es Feste.

 

Das Leben blieb spannend und in der Ruhe der guten Ehefrau lag viel Energie und Kraft.

Natürlich hatte sie auch mal kritische Tage. Das Leben war kunterbunt und es gab schon immer diese Lästereien und Unmut, wie auch Streit.

Gute und schlechte Zeiten.

Die gab es schon immer, nicht nur im Fernsehen. Geld, Gesundheit, Erfolg und Liebe. Das waren auch damals große Themen im Leben.

Es gab auch schon früher Mode und Trends. Selbstverständlich machten die Frauen sich fein zurecht. Sie gingen beispielsweise gerne zum Friseur.

Künstliche Fingernägel, Augenbrauen-Pigmentierung, aufgesprühte Lippenstiftfarbe und künstliche Wimpern waren noch nicht so angesagt.

Was ein Glück. Das wäre ja Termin-Stress, oder?

 

So konnte sich die Frau voll in ihrer Weiblichkeit entfalten und musste nicht unheimlich viel Geld für ein Aussehen ausgeben welches ihrem „Körper“ befremdlich war. Sie war einfach natürlich. Sie war Sie. Prachtvoll, in der Mitte, wohlwollend.

Früher gab es auch mehr gebärende Kinder. Also pro Familie gerne mal 2-3 Kinder. Alles war auch hier „natürlich“ geregelt und die Pille hat keinen Hormonhaushalt derart zerschossen, dass die Frau keine Blutung oder keine Fruchtbarkeit hatte. Denn es gab die Pille oder ähnliches nicht in der krankheitsführenden Form wie heute.

Auch das Handeln war intuitiv und das Aussehen weiblich, hübsch, strahlend und voller Zufriedenheit.

Es gab keine Magermodels als Vorbild und Essen war keine Strafe für die Frau.

Zumindest nicht in der Regel. Essen war Genuss und musste nicht ständig hinterfragt werden.

Wir haben noch nicht so viel „Industriefutter“ und „Fast Food“ besessen wie heute. Selbst kochen war selbstverständlich, heutzutage überfordert es viele Frauen.

 

Ach, Mensch, damals hatte die Frau einfach mehr Zeit denken die meisten Menschen. Oder?

Oder hat Frau die Zeit bloß anders genutzt?

 

 

Sport in der Natur oder zuhause, ab und zu ein schöner Urlaub. Für die ganze Familie. Herrlich. War früher alles besser, wie Oma es sagt?

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Heute ist vieles gleich, doch vieles anders.

Die moderne Frau von heute arbeitet in der Regel Vollzeit.

Sie pflegt das Haus, hat ein Auto mit Ladefläche für den Großeinkauf, viele Termine, kaum Zeit für Entspannung.

Manchmal fragt Sie, was Entspannung ist. Oder Sie kann sich nicht drauf einlassen. Denn bekanntlich hat der, der Zeit zum entspannen hat, auch Zeit zum nach denken. Schrecklich. Das ganze Denken an schlecht und was noch schlechter ist oder wird.

Sie muss sich kümmern, die Kinder täglich zu ihren Freizeitaktivitäten fahren, morgens backen und abends kochen. Oder sie kauft es fertig, meist ungesund und teuer ein. Das bringt Trubel mit sich. Chaos, Hitze, und großen Durst.

Sie muss alles im Kopf haben oder schreibt es in ihr „Smartphone“ (welches gleichzeitig einer Bibel ähnelt). Dort steht sowieso alles drin.

Quasi ihr ganzer Lebensplan? Leider ja. Und der Plan der Kinder, des Mannes, usw.

Und Fotos hat das Ding auch noch parat, um allen Menschen wichtige Dingen zu senden und sich von der besten Seite zu präsentieren.

Vorher wird der unnötige Speck wegretuschiert und das Foto manipuliert.

Die moderne Frau plant ihren Alltag,

den der Kinder,

schickt dem Mann Nachrichten mit seiner „To-Do“ – Liste. Sonst würde er es ja vergessen.

Am Nachmittag geht Sie zum Kosmetiker. Währenddessen macht sie noch Termine für gewisse Ärzte und Veranstaltungen für die ganze Familie und abends schmerzen die Füße.

Ihr ist kalt, sie hat Hunger und die Nase läuft ständig. Gut das es große Taschentuch-Packete gibt heutzutage.

Am Samstag steht die ganze Familie auf dem Sportplatz, am Freitag hat Tochter Tennisturnier. Familie nach Plan.

Die Schwiegereltern kommen gerne am Sonntag und der Haufen Bügelwäsche bügelt sich nicht von allein. Zum Glück hat die moderne Hausfrau einen Trockner und zusätzlich immer Zeit für den Liebeskummer der Freundin. Wenn sie nicht gerade die Kinder von der Schule abholt und den Einkauf für die Oma erledigen muss. Aber das ist nur der Anfang…

 

Jetzt fragen wir uns, was hat sich geändert?

Gibt es nun vermehrt das Städteleben oder sind wir auf dem Dorf glücklicher?

Wer hat denn hier was „satt“?

Stress?

Was ist Stress?

 

Nee, die moderne Frau hat das ganze Wochenende durch geplant und sitzt sicherlich nicht Zuhause. Und wenn sie eine Minute Zeit finden sollte, was kaum vorstellbar ist, dann bucht sie sicherlich den nächsten Urlaub. Denn langsam hat sie es satt.

 

Sie muss endlich mal hier raus!

Denn das hat sie sich nun verdient.

Oder etwa nicht?

 

Wie sieht es mit dir selbst aus?

Ich hoffe du reflektierst dich ehrlich und nimmst Warnzeichen wahr. Denk immer daran:

Du bist für dich und deinen Alltag verantwortlich. Niemand anders.

Ja du bist nun mal für dich verantwortlich, nur du allein.

Jeden Tag entscheidest du neu.

Erst wenn du das verstehst, findest du Frieden zu und mit dir.

Keine Frage, das du auch mit verantwortlich bist für deine Kinder beispielsweise und deine Partnerschaft, aber du hast dich dafür entscheiden.

Wer sich also entscheidet, muss auch Verantwortung übernehmen und dazu stehen. Wenn diese Person es nicht kann, dann hat sie ein sehr großes Problem. Ein Problem mit sich selbst. Schlimmer wird es noch, wenn sie so überfordert damit ist, dass andere Menschen dafür verantwortlich gemacht werden.

Hab einen schönen Sonntag.

♥Deine Marcela